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15.08.2011 Permalink Weiterempfehlen

33/2011 Tracks der Woche

Boy beleben den Hand-Clap, Jens Lekman beschimpft sich selbst, Sepalot übertrifft alle, Spank Rock präsentieren sich mal wieder von der energetischen Seite und Sóley macht Island alle Ehre. Gestatten, unsere Tracks der Woche.

Tracks der Woche KW 33/2011

Wir haben in Musikblogs gewühlt, bei Konzerten genau hingehört und fleißig Platten gekauft. Das ist unsere Heavy-Rotation – diese Songs gefallen uns so gut, dass wir sie jeden Tag auf on3-radio spielen.

Boy – Little Numbers

Das Duo Boy

Sieben Nummern, welche könnten da besungen werden? Wir tippen auf die Festnetz-Nummer einer deutschen Kleinstadt. Damit wäre das Damenduo Boy aus Hamburg und Zürich eine weitere Combo, der es das Telefon angetan hat, nach der Jazzkantine und Freundeskreis. Ein schöner Sommersong, mit Handclapping und einem mitreißenden Video. Wäre das ganze nicht so vollkommen und perfekt, es wäre fast noch perfekter.

Jens Lekman – An Argument With Myself

Jens Lekman

"An Argument With Myself" ist Schwedens Antwort auf "Graceland": Beats, treibender Rhythmus und ein Hauch von weiter Welt. Auch Jens Lekman selbst sagt, seine Musik habe alles: Comedy, Drama und eine Thriller-Komponente. In diesem Song streitet der Schwede mit sich selbst und beweist damit, dass ihm auch eine schizophrene Note ausgezeichnet steht. Das kann nun wirklich nicht jeder von sich behaupten.

Sepalot – Rainbows

Sepalot

Erst verpasst Sepalot Blumentopf ein Blasmusik-Gewand, dann wickelt er seine Solosongs in eine Produktion, die in den höchsten Höhen agiert und der Schwerkraft die kalte Schulter zeigt. "Chasing Clouds" klingt luftig, ohne belanglos vor sich hin zu dudeln. Für "Rainbows" hat Sepalot Emil Bulls-Schlagzeuger Fabian Füss als Sänger rekrutiert. Dem sollte man öfter die Trommeln wegnehmen, klingt super am Mic.

Spank Rock - Energy

Spank Rock

Fünf Jahre ist es her, dass Spank Rock aus Baltimore HipHop, Rock und elektronische Finesse näher zusammengeführt haben, als manch ein Musiknerd es für möglich gehalten hätte. Wenn Album Nummer zwei im September hält, was die Single jetzt schon verspricht, können wir uns gefasst machen auf ein elegantes Ungetüm von Boys-Noize-Produktion, einem Funken Popaffinität dank Mark Ronson und unruhige Füße.

Sóley – I'll Drown

Sóley

Wie viele Einwohner hat Island? An die 320.000. Davon international agierende Musiker? Ein Blick in die Plattenregale sagt: mindestens die Hälfte. Sóley gehört ebenfalls dazu. Die junge Musikerin hat in der Band Seabear ihre eigene musikalische Sprache gefunden und veröffentlicht jetzt ihr Debütalbum. Pah, die Isländer - sie können Open-Government, sie können Musik machen: Die Welt ist ungerecht.