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20.04.2009 Permalink Weiterempfehlen
Skandinavische Pop-Prominenz: Cardigans-Sängerin Nina Persson mit den Bandkollegen von A Camp.

Skandinavische Popprominenz: Cardigans-Sängerin Nina mit den A Camp-Kollegen

Wer wissen will, was The Cardigans und insbesondere ihre Frontfrau Nina Persson für schwedische Popmusik bedeuten, muss sich nur anschauen, in welchen Medien ihre Platten behandelt werden: Im Sommer 2008 gibt Nina Persson der größten schwedischen Tageszeitung "Dagens Nyheter" ein Interview, in dem sie eine zweite Platte ihres Nebenprojekt A Camp in Aussicht stellt. Nur zur Erläuterung: Das ist ungefähr so, als würde die Sängerin von Juli der BILD-Zeitung erzählen, dass sie ein neues Nebenprojekt hat.

Ternheim und Dunger inklusive

Albumcover Colonia von A Camp mit dem Kopf von Cardigans-Sängerin Nina Persson

"Colonia": Alles andere als kopflos ...

Nina Persson hat sich zu ihrem ursprünglichen A Camp-Partner Niklas Frisk ein ganze Reihe Kollaborateure ins Boot geholt: Das Songwriter-Sternchen Anna Ternheim hat die Backing Vocals eingesungen, ihr Mann Nathan Larson hat diverse Instrumente eingespielt und war zusammen mit Persson selbst für die Produktion des Albums zuständig. Nicolai Dunger, Songwriter-Legende aus Stockholm, darf mit Nina Persson ein ganz bezauberndes Duett singen.

Auf zu neuen Ufern

Skandinavische Pop-Prominenz: Cardigans-Sängerin Nina Persson mit den Bandkollegen von A Camp.

... und mit vielen ruhigen Songs.

Das neue Album von A Camp, "Colonia", ist aber viel mehr als eine Ansammlung von schwedischer Popprominenz: Nina Persson ist nicht nur persönlich, sondern auch räumlich dem schwedischen Popraum entwachsen. Ihrem Umzug nach New York, natürlich zusammen mit ihrem Ehemann Nathan Larson, hat sie dementsprechend auch einen Song gewidmet.

Nina Persson hat in diversen Interviews betont, dass sie mit ihrem neuen Werk kein verkapptes Cardigans-Album machen wollte. Und das ist ihr und ihrer Entourage auch gelungen: auf "Colonia" gibt es viele ruhige Songs, die dabei aber so vielseitig instrumentiert sind, dass sich der Vergleich mit den eher rockigen Stücken vom letzten Cardigans-Album eigentlich verbietet. Aber die Stimme bleibt das Herzstück beider Bands.