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Studentenprojekt Rock Your Life Gegensätze ziehen sich hoch

Von Anna Tillack

Studenten und Hauptschüler trennen Welten. Das Projekt Rock Your Life bringt diese sehr ungleichen Paare für zwei Jahre zusammen. Am Ende sollen die Hauptschüler bessere Noten haben und mehr Selbstbewusstsein. Klappt das?

Rock your Life

Wenn Studenten die Gesellschaft verändern wollen, vielleicht ein Diskussionsforum bilden, Politiker einladen und ein Projekt aufstellen, dann ist das Ergebnis leider oft schon programmiert: Sobald die erste Begeisterung abebbt und aus den Ideen Ernst werden müsste, schläft das Projekt ein.

Anders lief das in der privaten Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Vor zwei Jahren diskutierte dort der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück mit engagierten Studierenden über ungleiche Bildungschancen und Perspektivlosigkeit. Eine Gruppe um die Studenten Stefan Schabernak und Christina Veldhoen nahm die Herausforderung an und erarbeitete die Idee zu Rock Your Life. Die Frage dahinter: Wie macht man das Beste aus seinem Leben? Was braucht man, um seinen Zielen näher zu kommen? Ihre Antwort: Es sind andere Menschen, Begegnungen, Vorbilder. Manche haben das Glück, auf solche Unterstützung zu stoßen, andere haben es nicht.

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Das Prinzip von Rock your Life ist simpel: Ein Student und ein Hauptschüler bilden ein Team, treffen sich einmal pro Woche, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Das Ziel ist mehr als nur klassische Nachhilfe: Beide unterhalten sich über ihr Leben, ihre Probleme und Ziele für die Zukunft und lernen so voneinander. Für die Hauptschüler springt im Idealfall ein besserer Schulabschluss und größere Chancen bei der Jobsuche heraus.

Aber auch die Studenten profitieren: Geld bekommen sie nicht, aber sie werden während des gesamten Projekts von professionellen Coaches und Sozialpädagogen beraten. Schließlich ist die Arbeit mit den Hauptschülern nicht immer einfach, erklärt Caroline Meder, Gründerin des Standorts München. Nur mit Unterstützung kämen funktionierende "Coachingbeziehungen" zu Stande, wie es im Jargon des Projekts heißt.

Der erste Schritt ist geschafft - aber nur der erste

Rock your Life

Und das Projekt wächst. In 15 Städten haben sich Standorte angesiedelt, knapp 400 Studenten sind als Coaches aktiv. Das alles will verwaltet, koordiniert und nach außen repräsentiert werden.

Zumindest die wichtigsten Funktionen kann sie mittlerweile entlohnen, sagt Christina Veldhoen, inzwischen eine der Geschäftsführerinnen der Rock Your Life GmbH. Noch kommt das Geld dafür ausschließlich von Stiftungen oder Spenden. Aber das Team hofft, dass Firmen als Partner und Geldgeber einsteigen. Denn schließlich hilft Rock Your Life, künftige Auszubildende besser zu qualifizieren.


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