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Film // Submarine Der Außenseiter-Blues

Von Matthias Leitner

"Submarine" glänzt auf allen Festivals und gilt als schönste britische Komödie des Jahres. Das Regiedebüt von "The IT-Crowd" Darsteller Richard Ayoade ist ein verrückt-liebevolles Coming-of-Age-Drama.

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Weil er zu schlau ist, wird er in der Schule gemobbt. Und weil er gemobbt wird, flüchtet sich der 15-jährige Oliver Tate (Craig Roberts) in seine hunderttausend kleinen Schrullen: Wörterbücher lesen, sich den eigenen Tod vorstellen, sich mit der mindestens genauso verrückten Mitschülerin Jordana (Yasmin Paige) eine romantische Liaison ausmalen. Oliver Tate ist der Prototyp des Außenseiters, den Coming-of-Age-Geschichten wie "Harold & Maude" immer wieder mit Hang zur skurrilen Morbidität vorführen.

Der aus der IT-Crowd

"Submarine"-Regisseur Richard Ayoade dürfte vielen aus der britischen Sitcom "The IT-Crowd" bekannt sein. Darin spielt er Maurice Moss, einen fast autistischen Techniker, der noch immer bei Mama wohnt. Für sein Filmdebüt hat sich Ayoade das Buch "Ich, Oliver Tate" von Joe Dunthorne ausgesucht. Dunthorne war auch am Drehbuch beteiligt und hat dafür gesorgt, dass neben dem Wortwitz auch Olivers mitunter nervende, aber verdammt amüsante, besserwisserische Ader für den Film beibehalten wurde.

Durch und durch britisch

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Oliver will seine Jungfräulichkeit verlieren, bevor er 16 wird. Kann Jordana ihm helfen?

Für die Musik war zu großen Teilen Arctic-Monkeys-Sänger Alex Turner zuständig. Seine Songs werden im Film in Form einer Musikkassette vom altmodischen Vater an Oliver weitergegeben: Auf Seite A finden sich alle Songs zum Verführen der Angebeteten. Auf der B-Seite sind dann vorsorglich schon mal alle Lieder für den anschließenden Katzenjammer versammelt. Und davon gibt’s noch genug: die Beziehung der Eltern ist dabei zu zerbröseln, die aufblühende Beziehung mit Jordana alles andere als unkompliziert und überhaupt - das Leben ist ein einziges Chaos.

"Submarine" ist ein Film zwischen Kino-Nostalgie und Videoclip-Spielerei, der sein Genre nicht neu erfindet, aber wegen seiner schrulligen Figuren, seiner Musik und seinen optischen Spielereien unbedingt sehenswert ist.

Das müsst ihr sehen: Filme über Außenseiter.

1. "Harold & Maude" (1971) – Harold ist ein suizidaler Teenager, der seine Umwelt mit morbiden Scherzen verstört. Maude ist eine fast 80-jährige Frau, die ein Leben als Freigeist führt. Die Musik zur Liebe zwischen den beiden ungleichen Außenseitern hat Cat Stevens komponiert.

2. "Rushmore" (1998) – Jason Schwartzman spielt Max Fisher, einen kaum auszustehenden 15-jährigen Superstreber, der alles können will, aber nichts wirklich kann. "Rushmore" war noch vor "The Royal Tennenbaums" der Auftakt für Wes Andersons Regiekarriere.

3. "Scott Pilgrim vs. The World" (2010) – Ein Film wie ein Videospiel. Edgar Wright inszeniert seine Comicverfilmung mit Level-Ups, Endgegnern und Pinkelbalken als furiosen Arcade-Trip. In der Hauptrolle Michael Cera und die Videospielgeschichte.


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