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Alternativen zum Atomstrom Aussteigen leicht gemacht

Von Annette Hüsken, Marie Müller

Zu viel, zu undurchsichtig, zu wenig öko: Wer den Wechsel zur regenerativen Energieversorgung erwägt, verirrt sich oft im Anbieterdschungel. Und bleibt dann doch beim Atomstrom. Ein junges Passauer Start-Up gibt Hilfestellung.

Logo des Passauer Start-Ups ConsumerPool

ConsumerPool: Wer steckt dahinter?

Julius Kuhn-Régnier, Paul Müller, Jonas Haut, Philipp Zentner und Manuel Ronnefeldt sind allesamt Anfang 20 und studieren eigentlich BWL, VWL und Wirtschaftsinformatik. Seit April 2010 sind sie neben ihrem Studium mit einem Verbraucherportal online, das Menschen zusammenbringt, die als Gruppe günstigeren Strom einkaufen wollen. ConsumerPool-Nutzer melden sich bei einem Strom-Pool mit einem Schwerpunkt ihrer Wahl (günstig, Öko, Strom oder Gas) an. Als Kundengruppe bekommen sie bei Stromanbietern Mengenrabatt, der als Kostenersparnis an den Einzelnen weitergegeben wird. Zu einem festgelegten Termin wird dieser Pool an den Anbieter versteigert, der das langfristig beste Angebot anbietet.

Woher kommt die Idee?

"Mein Bruder und ich haben uns mit Stromverträgen beschäftigt, als unser Vater den Anbieter wechseln wollte", erklärt Julius Kuhn-Régnier. "Dabei haben wir festgestellt: Wechseln ist einfach, wenn es nicht so viele Angebote gäbe. Nachdem wir uns in die Thematik eingearbeitet hatten, konnten wir uns vor Anfragen von Freunden und Bekannten nicht mehr retten. Warum da nicht das Ganze größer angehen mit einem Onlineportal? Unser Ziel: Den Verbrauchern die Macht wieder geben."

Wohin soll's gehen?

Zum aktuellen Zeitpunkt haben mehr als 160 Haushalte über ConsumerPool ihren Strom- und Gasanbieter gewechselt. Die neuen Pools stehen bereits online, derzeit läuft die Anmeldephase.
Außerdem haben es die Passauer Studenten ins Finale des bayernweiten Ideenwettbewerbs "Generation D" geschafft. Wenn sie sich auf dem deutschen Markt etablieren können, wollen sie das Portal auch international positionieren.


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