on3-Festival 2011 : Die Festivalbands im Interview
Die Bands des on3-Festivals 2011 haben nicht nur auf der Bühne etwas zu sagen. Vor ihren Auftritten standen sie uns im on3-Studio im Interview Rede und Antwort.
Dauernd unterwegs, ständig am Flughafen, jede Menge Musik-Kram im Gepäck: Der texanische Elektrobastler Alan Palomo alias Neon Indian plaudert seine skurrilsten Reisegeschichten aus. Zum Beispiel die vom selbstgebastelten Kasten mit Batterie und Kabelsalat.
Lange haben die Serenedes ihre Identität geheim gehalten: Shout-Out-Louds-Sänger Adam Olenius und Singer-Songwriter Markus Krunegard. Die beiden Schweden selbst meinen nämlich, die Leute sollen lieber die Musik beurteilen als die Personen. Außerdem habe man schließlich nur eine Chance, geheimnisvoll zu wirken.
HipHop live mit Blasmusik: Moop Mama glauben fest an ihren Exotenbonus. Immer wieder treten die zehn Münchner um den Creme-Fresh-MC Keno spontan für Passanten auf. Und die bleiben sogar freiwillig stehen. Mancher Guerilla-Gig endet dann sogar für die Band überraschend.
Live-Auftritte zerstören die Seele - das glaubte Obaro Ejimiwe alias Ghostpoet früher. Er wollte nicht akzeptieren, dass andere Leute die Musik beurteilen, die er zu Hause in seinem Schlafzimmer schreibt. Ein Glück, dass der nigerianischstämmige Londoner HipHop-Künstler heute anders denkt.
Zu cool für Franken: Kein Problem für Reflekta Reflekta. Sie sehen das als Kompliment. Dass die beiden Nürnberger auf Tiere stehen, zeigt schon der Titel ihres Albums: "Wildlife". Rampenlicht hingegen muss nicht sein. Der Grund ist ein weitverbreiteter unter Nachwuchskünstlern: Lampenfieber.
Casper beginnt im on3-Studio das Interview gleich mit Komplimenten für unseren Moderator Laury. So macht man sich beliebt. Die beiden sprechen aber noch mehr: Über Subkultur, über alte Zeiten und über den neuen Hype um Casper, den er selbst nicht immer versteht.
Wegen seines Zivildiensts kam Daniel Musumeci alias Muso nach Heidelberg und ist seitdem mitverantwortlich für die neue Szene dort. Im Interview erzählt er über seine Anfänge, seine Idole - die Stieber Twins - und die Zusammenarbeit mit Konstantin Gropper alias Get Well Soon.
Forscherdrang und kindliche Neugier: Diese Eigenschaften hat Nanna Øland Fabricius alias Oh Land von ihrem Ur-Urgroßvater geerbt. Der berühmte Entdecker kommt immer wieder in ihr zum Vorschein - zum Beispiel wenn sie mitten im Interview Laurys Stylophon entdeckt.
Eigentlich rappt Mohammed el Deeb auf Englisch und Ägyptisch. Für uns macht er im Interview eine Ausnahme und gibt eine Kostprobe seines ersten Songs - auf Französisch. Außerdem erklärt er, warum HipHop die perfekte Musik für den Arabischen Frühling ist.
Wust El-Balad sind eine der erfolgreichsten arabischen Bands überhaupt. Klar, dass Christina im Interview ihr Erfolgsrezept wissen will. Das kommt auch prompt. Trotzdem vermuten wir, dass Sänger Hamy Adels Joe-Cocker-Imitation auch einen gewissen Anteil hat.
