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Sarah Burke gestorben Tod einer Freeski-Pionierin

Trauer im Skisport: Die kanadische Ski-Freestylerin Sarah Burke starb an den Folgen eines schweren Trainingssturzes. Nach neun Tagen im Koma erlag die 29-Jährige ihren Verletzungen. Sarah machte den Freestyle-Skisport olympisch.

Sarah Burke

Sarah Burke war die erfolgreichste, weibliche Freestyle-Skifahrerin in der jungen Geschichte des Sports.

Sarah Burke

Sie war vier Mal Gewinnerin der Winter-X-Games und wurde 2005 Weltmeisterin in der Halfpipe.

Sarah Burke

Sarah gilt als Pionierin des Freestyle-Sports und hat sich dafür eingesetzt, dass Frauen gleichberechtigt in Freestyle-Disziplinen starten dürfen.

Sarah Burke

Sie war die erste Frau, die den 1080° (dreifache Drehung) in einem Wettbewerb gestanden hat.

Sarah Burke

Jahrelang hat Sarah Burke dafür gekämpft, dass Halfpipe Ski ins Olympische Programm aufgenommen wird. Mit Erfolg.

Sarah Burke

Bei den Olympischen Spielen in Sotchi 2014 galt sie als Favoritin. Es war ihr absoluter Traum, Olympiasiegerin zu werden.

Sarah Burke

Sarah Burke war das Aushängeschild des Freestyle Skifahrens. Nun versetzt ihr Tod die ganze Ski-Gemeinde in Trauer.

Am 10. Januar 2012 stürzte die kanadische Ski-Freestylerin Sarah Burke beim Training in der Superpipe in Park City/Utah und blieb liegen. Sofort wurde sie ins Krankenhaus nach Salt Lake City geflogen. Dort wurde sie wegen der schweren Kopfverletzungen ins künstliche Koma versetzt. Neun Tage später erlag die 29-Jährige ihren Verletzungen. Ihr Ehemann, der Extrem-Skifahrer Rory Bushfield, wollte die Hoffnung bis zuletzt nicht aufgeben.

Jetzt versetzt ihr Tod die ganze Ski-Gemeinde in Trauer. "Sie war in vielerlei Hinsicht das Gesicht, der Name und die Marke, mit der sich die Leute identifiziert haben. Sie war eine Vorreiterin für den Sport", sagt der Vorsitzende des kanadischen Freestyle Verbandes Peter Judge. Sarah Burke hatte mitgeholfen, dass Ski-Freestyle bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi erstmals als Sportart dabei war. Sie galt als Favoritin für die erste Goldmedaille.

Nach dem Unfall wurden Stimmen laut, die die Sicherheit im Freestyle Sport anzweifeln. Sarahs Unfall ist in der Superpipe passiert, in der 2009 der amerikanische Snowboarder Kevin Pearce stürzte und eine schwere Hirnverletzung erlitt. Die Wände einer solchen Superpipe sind fast sieben Meter hoch. Die Sportler schrauben sich in spektakulären Sprüngen mehrere Meter darüber in die Luft.

Peter Judge hält den Freestyle-Sport trotzdem für sicher: "Risiken gibt's in jeder Sportart. Die Sportler kennen das Risiko und nehmen es in Kauf", sagt der Verbandsvorsitzende. Auch die Profis teilen seine Ansicht: "Das kann genauso gut in jeder anderen Sportart passieren. Zum Beispiel im Abfahrtslauf: Wenn man sich die Streif in Kitzbühel anschaut, da passiert auch viel. Damit muss man als Sportler einfach leben und klarkommen", sagt Skicrosser Marzellus Renn gegenüber on3. "Es macht einem einfach wieder bewusst, dass man sich in einer Risikosportart bewegt. Das weiß jeder und hat es auch im Hinterkopf", so auch Freestyle-Bundestrainer Dennis vom Brocke. Dieses Risiko kannte auch Sarah Burke.