Skateboardfilm "Wait for it" aus München : Osteuropa ist ein Skaterparadies
Deutschlands Straßen sind langweilig, Osteuropas Architektur ist viel spannender. Das findet zumindest die Münchner Skatecrew Marvs. Warum zeigen sie in ihrem Film "Wait for it".
Damit "Wait for it" spannender wird als Normalo-Skatevideos wollten die Münchner Skatecrew Marvs an Spots skaten, die "nicht nach Deutschland aussehen".
Weil die Spots von berüchtigten Skatestädten wie Barcelona schon tausend Mal gefilmt wurden, haben sich die Marvs für Osteuropa entschieden und sind nach Zagreb, Bukarest, Constanta und Budapest gereist.
Perfekte Schrägen, kein Kopfsteinpflaster, jede Menge Treppen. Die Architektur in osteuropäischen Städten ist "wie für Skater gemacht", sagen die Marvs.
Für "Wait for it" hatten die Marvs sogar einen Kran dabei. Wie man den bedient, haben sie sich selber beigebracht.
Die Marvs sind Autodidakten. Cheffilmer Adrian Kuchenreuther dreht seit er 15 ist Skatevideos.
Schwerer als das Filmen ist es für die Marvs, die Filme finanziert zu bekommen. "Wait for it" ist eine No-Budget-Produktion. Die Zugtickets hat die Bahn gesponsort.
Ohne Produktionsbudget war die Osteuropareise wenig komfortabel – geschlafen wurde im Matratzenlager für sieben Euro pro Kopf und Nacht.
Als Location fürs Intro musste sogar die heimische Badewanne herhalten.
Trotz Geldmangel ist "Wait for it" eine sehr sehenswerte, 35-minütige Liebeserklärung ans Skateboarden geworden.
