ACTA Demo in München : Eine Stadt für die Freiheit im Netz
Am Wochenende fanden die bundesweiten Demonstrationen gegen die ACTA-Gesetzgebung statt. In München gingen über 10.000 Menschen auf die Straße. Die Veranstalter rechneten eigentlich mit 1500 Protestanten. Wir waren vor Ort.
Am Samstag fanden bundesweit Demonstrationen gegen das ACTA-Abkommen statt. Mit dabei: der alte Bekannte Guy Fawkes.
Der Demonstrationszug startete am Stachus und bewegte sich Richutng Odeonsplatz. Über 10.000 Aktivisten nahmen an dem Protest teil.
ACTA soll die Urherberrechte besser schützen. Trotzdem besteht der Protest nicht nur aus Menschen, die weiterhin umsonst Musik laden wollen ...
... vielmehr geht es ihnen um das Prinzip der Freiheit im Internet.
An der Feldherrenhalle auf dem Odeonsplatz versammelte sich der Demonstrationszug.
Die Veranstalter rechneten eigentlich mit 1500 Teilnehmer. Das es allerdings mehr als 10.000 waren, zeigt, wie brisant das Thema ist.
Die Demo war eine rundum friedliche Veranstaltung. Es gab nur eine vorläufige Festnahme: Ein Demonstrant beschmierte die Feldherrenhalle am Odeonsplatz mit dem Slogan "adACTA".
Obwohl die Bundesregierung die Unterzeichnung von ACTA erstmal ausgesetzt hat, erachtet sie es trotzdem immer noch als sinnvoll - das bringt vor allem junge Leute dazu, zu protestieren.
Auch die klirrende Kälte konnte die Aktivisten nicht davon abhalten, auf die Straße zu gehen.
Unter den Teilnehmern waren erstaunlich viele junge Menschen, auch einige Schüler. Alle wussten gut über das Abkommen Bescheid.
Sie wussten, für was ACTA steht, und was passieren könnte, wenn das Abkommen unterzeichnet wird.
Eine kreative Variante, das Vermummungsverbot zu umgehen und trotzdem den Guy Fawkes-Look zu präsentieren.
Im Europaparlament wird am 27. Feburar über ACTA beraten.
Sollte ACTA dort scheitern, stellt sich die Frage der Zustimmung von Deutschland gar nicht mehr.
Die meisten Plakate spielten darauf an, dass gewisser Content bereits jetzt schon nicht für alle verfügbar ist.
