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19.06.2009 Permalink Weiterempfehlen
Frittenbude

Die Wege zu einer Bandgründung können so unterschiedlich sein: manche treffen sich beim Scheidungsanwalt, manche beim Arbeitsamt, andere bei einer Reifenpanne. Frittenbude haben sich auf der Fahrt zum Pfingst-Open-Air Passau 2006 gegründet: Johannes und Josef saßen mit Jakob im Auto, das Autoradio ging nicht - aber Jakob hatte eine CD mit selbstgebastelten Beats dabei. Sofort begannen Johannes und Josef dazu zu singen und zu rappen. Die Texte, die zum Teil irgendwelche Mißstände anprangern, entstehen aus dem Bauch. Aber durch ihren Party-Sound entsteht aus der eigentlich miesen eine "guude Laune".

Bandfoto Frittenbude

Auf der Myspace-Seite steht bei Frittenbude: Geisn/München. Geisn steht für Geisenhausen, einem Vorort von Landshut. Inzwischen wohnen die drei Niederbayern aber in München. Für ihr Projekt haben sie sich abgedrehte Künstlernamen gesucht, die sich zum Teil an Promis anlehnen: Rüdiger Streuner (Johannes), Günter Crackstein (Jakob) und Josef Utzenbacher (Josef). Da aber der Name "Günter Crackstein" schon in einem Deichkind-Remix vorkommt, nannte sich Jakob in Schranz Beckenhauer um.

Frittenbude haben sich inzwischen einen erstklassigen Live-Ruf erspielt: am liebsten rocken sie übrigens in Hamburg und das selbstverwaltete Juze im niederbayerischen Dorfen. Und auch ihre Remix-Qualitäten sind gefragt: selbst die Top 10 Indie-Rocker von Kettcar haben sich ein Stück von Frittenbude elektronisch verbratzen lassen. Überhaupt Bratze: sie und die anderen Electro-Rocker vom Audiolith-Label, also Saalschutz, Tante Renate oder Egotronic, sind inzwischen ein gern gebuchter, eingeschworener Haufen, der so manches Festival wegfegt.

Frittenbude @ on3-startrampe

2009 waren Frittenbude auch eine unserer on3-startrampe-Bands. Sie wurden sogar vom Publikum zur besten Band der Staffel gewählt.

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