Vorgestellt // Missent To Denmark : Intelligente Musik mit Pop-Faktor
Warum sie sich jahrelang nicht aus ihrem Proberaum wagten, versteht kein Mensch. Sie inzwischen bestimmt auch nicht mehr - denn jetzt will die Jungs aus Deggendorf jeder hören.
Klassiker: Aufwachsen in der Provinz. Freunde finden, Proben, Musik, Musik, Musik. Die Band Missent To Denmark hat ihre Wurzeln in Deggendorf, dem Tor zum Bayerischen Wald.
Ihre Songs schreiben sie in einem alten Haus oberhalb eines Friedhofs, ohne dass sie das zu musikalischen Depressivlingen gemacht hätte. Davon kann man sich auf ihrer erste Platte "A Clue, A Hint, A Love" überzeugen: Songwriter-Gitarren-Pop inklusive Glockenspiel. Große Momente, die verschwurbelt um die Ecke kommen, aber einfach Soul haben.
Lust auf spontane Experimente
Musikalisch sind die Deggendorfer immer für Überraschungen gut, denn Missent To Denmark lieben das Rumexperimentieren: Zwischendurch tauchen dann mal Ukulele, Geige oder Elektro-Samples in ihren Songs auf. Klingt nach oberschlauem Konzept-Pop, ist aber immer spontan. Denn manchmal haben die vier Jungs auch einfach nur Lust, auf Metallkisten und Heizkörpern rumzuschlagen. Und auch das wird dann fleißig aufgenommen.
Was Missent To Denmark fabrizieren, wenn sie mit einer kleinen Idee ins Studio gehen, ein wenig am Gesang schrauben und noch mehr Ukulele statt Gitarre gezupft wird, kann man auf dem neuen Album "I Am Your Son" hören – so geschehen im Münchner Portmanteau-Studio bei Taison Heiß, der u. a. auch Lali Puna produziert. Kaum zu glauben, dass sich die netten Pob-Barden während den Aufnahmen untereinander auch mal heftige Wortgefechte geliefert haben. Aber schlussendlich ist doch eine reife Platte entstanden, die genau so klingt, wie Missent To Denmark es wollten.









