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Celest aus München

Die Sage von der Bandgründung

Es gibt zwei Versionen der Bandgeschichte von Celest. Beide beginnen damit, dass der irische Songwriter Ollie Purcell von Dublin nach München übersiedelt. Die einen sagen im Jahr 1999, die anderen sagen: Das war 2003. Aus Version 1 der Celest-Geschichtsschreibung wissen wir, dass die Urbesetzung des Quartetts 2002 die EP "See Through Me" veröffentlicht hat. Dann löst sich die Band auf und gründet sich 2003 neu – der Legende nach auf einem Konzert von The Cooper Temple Clause. Version 2 der Bandhistorie verschweigt dieses sagenumwobene Kapitel. Die Geburtsstunde der wahren Celest schlägt also erst 2003.

Den Namen Celest haben Ollie Purcell und seine Mitstreiter einer Single der englischen Shoegazing-Band The Telescopes entliehen – was schon einiges über die musikalische Heimat der Band sagt. Vor allem waren es aber Bands wie Pavement, die Pixies und The Wedding Present, die den Sound von Celest geprägt haben.

Unbekümmert wie eh und je

2005 veröffentlichen Celest beim Münchner Label Little Teddy ihr erstes Album, "Take It In Your Stride". Seitdem ist die Band in ganz Deutschland aufgetreten, sie war in Ollies Heimat Irland auf Tour, hat sich von alten Mitgliedern getrennt und neue dazu gewonnen. Auf ihrem zweiten Album "Eyes To The Floor, Near To The Door", das im Mai 2009 erschienen ist, geben sich Celest jetzt unbekümmert wie eh und je. Das Erwachsenwerden ist vorläufig vertagt. Auch nach – wenn man’s genau nimmt – zehn Jahren Celest-Bandgeschichte.