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11.08.2009 Permalink Weiterempfehlen
Die Münchner Reggaefomration Raggabund

Raggabund sind Kinder der Globalisierung: Die Brüder Don Caramelo und El Criminal sind in Peru, Honduras und Deutschland aufgewachsen, sie rappen und singen auf deutsch, spanisch und englisch – und Grenzen kennen sie in ihrem Reggae- und Dancehall-Stilmix eh nicht.

Die Globalisierung spielt für Raggabund aber noch eine andere Rolle: Caramelo und Criminal wettern in ihren scharfzüngigen Texten gegen Konsumwahn, Medienverblödung und Konzerndiktatur.

A bissal Politik im Dancehall-Gaudi

Don Caramelo ist in München ein alter Bekannter: Bis Mitte der 90er war er bei den HipHoppern von Blumentopf an Bord, seit Jahren singt er beim Funk-Kollektiv Les Babacools. Und auch sein Bruder ist schon weit herumgekommen: El Criminal war unter dem Pseudonym Paco Mendoza auf diversen Samplern vertreten und hat unter anderem mit Soul-Reggae-Songwriter Mellow Mark gearbeitet.

Als Raggabund bringen die Brüder ein bisschen Politik in die Dancehall-Gaudi. Und um das Einerlei des deutschen Chartspop-Stumpfsinns aufzumischen, wollen Caramelo und Criminal endlich ihren Platz in den Radioplaylists. "Ständig derselbe Scheiß, doch Raggabund hör ich nie".

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