Nachhören // Fiva on3-radio Fiva sagt Goodbye

Zwei Jahre lang suchte Fiva in ihrer Radioshow Antworten auf weltbewegende Fragen. Wie werde ich richtig böse? Wie sage ich Leuten, dass ich sie liebe – oder auch nicht? Wie bekämpfe ich 'ne Herbstdepression?

Fiva on3-radio

Auf einem Müllberg fing alles an...

Im Herbst 2007 suchte auf einem Wertstoffhof im Norden Münchens ein verzweifeltes Podcast-Mädchen nach ihrem Toaster mit Brötchengrill. Diesen fand sie zwar nicht, dafür aber jede Menge Fragen des täglichen Zusammen- und Überlebens, für die es dringend Antworten zu finden galt: Die Podcast-Show "Fivas Reim auf die Welt" war geboren.

Fortan zog Fiva mit Mikrofon und Aufnahmegerät los, um an den ungewöhnlichsten Orten (im Jagdmuseum, beim Cola-Huhn, auf dem Trimm-Dich-Pfad) die interessantesten, spannendsten oder irgendwie anders gearteten Menschen aus Pop, Literatur und Alltagskultur zu treffen (Schlüsselmänner, Literaten, Sportler, Rapper) und sich eben ihren Reim auf die Dinge dieser Welt zu machen.

Von Liebeskassetten und Schlechtwetter-Depressionen über revolutionäre Geschäftsideen, nervige Mitbewohner und Pollenleiden bis hin zu ganzen Staatsgründungen – keine, aber auch wirklich keine Fragestellung, der sich Fiva nicht gewachsen sah. Kein Wunder also, dass 2009 dem Podcast- eine regelmäßige Radioshow auf on3-radio folgte.

Dienstags war das Leben eine Scheibe. Zumindest jeden zweiten. Denn da stand Fiva abends live am Mikrofon, begrüßte Gäste, überraschte mit hochambitionierten Fragekategorien und einer Musikauswahl von Old School über New School bis zur Hamburger Schule. Gedenkminuten gab es keine, dafür rapiden Schlagabtausch am Mikrofon und spontane Live-Performances mit allen Soundeffekten, die die Studiotechnik zu bieten hat. Zu Lachen gab's auf jeden Fall immer was.