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21.09.2009 Permalink Weiterempfehlen
Pistol Pete's Dinosaur Truckers

Countrymusik aus Deutschland ruft meist keine guten Assoziationen hervor: Man denkt an Freunde der Volksmusik, die zu den seichten Klängen von "Truck Stop" im Takt wippen. Aber es geht auch besser. Bester Beweis: "Smokestack Lightnin'" aus Nürnberg. Sie haben gezeigt, dass Country aus dem Freistaat nicht nach Nickis bayerischem Cowgirl klingen muss. In eine ähnliche Kerbe schlagen jetzt auch "Pistol Pete's Dinosaur Truckers" aus Kaufbeuren. Mit ihrer Mischung aus Hillbilly, Folk, Blues und Bluegrass haben sie einen Weg zu anspruchsvollem und authentischem Country gefunden.

Noch zu Schulzeiten haben die Trucker ihre Leidenschaft für die Musik von Hank Williams, Johnny Cash und Bob Dylan entdeckt. Also machten sie sich daran, die countrytypischen Instrumente wie Banjo, Mandoline und Hawaiigitarre zu lernen. Man tingelte als Coverband durch die Clubs, bis der Wunsch aufkam, eigene Songs zu schreiben. Dass der Zugang zur Countrymusik durch ihre Vorbilder zustande kam, hört man auch ihrem aktuellen Album "Down This Road" noch deutlich an.

Weg mit Nickis ranzigen Cowboystiefeln

Pistol Pete und seine Dinosaur Truckers sind oft und gerne unterwegs. Einmal allerdings, da fehlte das Geld für den Sommerurlaub. Also beschlossen sie kurzerhand, durch Frankreich und Spanien zu reisen und die Urlaubskasse mittels Straßenmusik zu füllen. Der Plan ging auf. Trotz Streitereien mit den örtlichen Gesetzeshütern waren sie mehrere Wochen unterwegs. Hunger leiden mussten sie nie. Am Ende warfen manchmal sogar Polizisten eine Münze in den Hut.

Sänger Pistol Pete trägt Geschichten über Liebe, Alltag und Einsamkeit vor. Die Dinosaur Truckers begleiten ihn mal schleichend, mal verträumt, aber meist tanzbar nach vorne treibend. Im Allgäu haben sie klargestellt, was Squaredance auf bayerisch heißt. Mit ihrem aktuellen Album wollen sie nun auch dem Rest des Landes die Sporen geben. Und nebenbei Nicki die ranzigen Cowboystiefel ausziehen.

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