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06.10.2009 Permalink Weiterempfehlen
Health aus Los Angeles

Echo Park. Wer aus einer Gegend mit diesem Namen kommt, der kann doch gar nichts anderes als Musiker werden. Oder, vielleicht treffender: Klangkünstler. Health jedenfalls wohnen hier. Und die vier Mittzwanziger aus Downtown L.A. sind definitiv mehr Künstler denn 08/15-Musiker. Ihr Credo ist einfach: Kakophonie statt Melodie, Geräusche statt Sounds, Impuls statt Struktur. Simple Vorgaben. Martialisches Ergebnis.

Schmerzgrenzgang mit Hitcharakter

2006 haben die vier Noise-Avantgardisten ihren Hexenkessel angeschürt. Ein Jahr später nehmen sie im Alleingang ihr selbstbetiteltes Debüt auf – im neuen CBGB’s, dem Club "The Smell". DIY meets Elektropunk. So lautet auch die Devise auf ihrem gerade veröffentlichten Zweitwerk "Get Color". Das gleicht einem lichterloh brennenden Scheiterhaufen aus Lärmkaskaden: Obwohl das Ungetüm umgehend Schmerzgrenzen niederreißt, kann man sich dem Soundmonster schwer entziehen.

Live ist das Ganze noch extremer. Bassist John Famiglietti führt Schamanentänze auf und kollabiert kniend vor seinen Percussions, Drummer BJ sorgt für donnernden Tribaltrance, Jake Duzsik jagt The Edge durch den Schredder, Synthies, Loops und Samples ritzen Narben ins Gehör. Vertonter Dekonstruktivismus. Oder einfach nur: die Zukunft.

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