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26.10.2009 Permalink Weiterempfehlen

"Sound Of Munich Now" im Feierwerk So klingt München jetzt

15 Bands in fünf Stunden, dazwischen Diskussionen mit Presse, Clubbetreibern und Unterstützern, macht: drei Songs oder 15 Minuten pro Band. Sound of Munich now war eine gute Plattform für den Austausch der Münchner Szene.

Sound of Munich Now 2009

Eröffneten "Sound of Munich Now" im Feierwerk: Tonwertkorrektur

Was zu Beginn noch jeder für unmöglich hielt, war dann doch eine ziemliche Punktlandung: Um 1:30 Uhr war Schluss. Fünfzehn Bands hatten da im Münchner Feierwerk ihr Schaffen präsentiert. "Sound of Munich Now" - so hatte die Süddeutsche Zeitung ihre Veranstaltung genannt, bei der sich am Freitagabend fünf Stunden lang Bands aus München und Umgebung quasi das Gitarrenkabel in die Hand gaben.

Schon um acht konnten Tonwertkorrektur vor einem recht großen Publikum den Abend eröffnen – München war an diesem Abend pünktlich. Und von da an ging es Schlag auf Schlag, denn die Uhr tickte gewaltig: Im Viertelstunden-Takt wurden Band, Bühne und Genre gewechselt. Es gab Schrammelgitarren, indietronischen Trashpop, HipHop, Reggae, Singer-Songwriter-Gesang und sogar bayerischen Pop. Mexican Elvis, Joasihno, Candelilla, Manekin Peace, Jacob Brass und Sarah Lugo, das sind nur einige der Akteure, die den Klang Münchens, aber bestimmt nicht einer Münchner Schule repräsentiert haben.

Mehr Präsentation als Diskussion

Sound of Munich Now 2009

Podiumsdiskussion mit Moderator Dirk Wagner, Uli Ebenbeck (on3), Tobi Wullert (Prinz) und SZ-Kritiker Franz Kotteder (v.l.n.r.)

Erstaunlicherweise wurde selbst die Exotin in der Feierwerk-Umgebung, die Mundart-Liedermacherin Claudia Koreck, von einem sehr offenen Publikum herzlich empfangen. Die Talkrunden, die die Umbaupausen füllten, gaben Münchner Pressevertretern, Clubbetreibern und Labelinhabern die Möglichkeit, ihr Engagement für die Musik der Stadt zu vorzustellen. Leider kam in diesem Teil der Veranstaltung die Interaktion ein bisschen zu kurz – statt Diskussion war Präsentation angesagt.

So war der Austausch und das gegenseitige Kennenlernen unter den Bands wohl die wichtigste Errungenschaft des Abends. Im Publikum fanden sich nämlich weitere Bands wie Creme Fresh oder Missent to Denmark, die wie selbstverständlich zum Zuhören gekommen waren. Beste Bedingungen bot dieser Abend also, um neue Bandprojekte und Kollaborationen anzubahnen. Hoffentlich hört man die dann bei einer möglichen Neuauflage dieses Abends, denn ein Querschnitt durch den Klang Münchens - das hat sich gezeigt - ist immer vielfältig und spannend.

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