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Die schwedische Band Shout Out Louds im Jahr 2009

Irgendetwas geht da vor sich im hohen Norden von Europa. Und es ist unheimlich, ziemlich unheimlich sogar – also das mit den Schweden und dem Pop. Gerade mal neun Millionen Einwohner zählt das Land mit den vielen Seen und betätigt sich doch seit den seligen Zeiten von ABBA als unermüdlicher Großexporteur von Qualitäts-Pop - mit Deutschland als dankbarem Abnehmer. Mando Diao, The Hives oder Peter Bjorn & John – you name it. Ebenfalls eine feste Größe hierzulande sind seit 2006 die Shout Out Louds. Da schaffte die Stockholmer Band nämlich mit ihrem brillianten zweiten Album "Our Ill Wills" den Durchbruch in good old Germany.

Welteroberung mit hymnischem Indie-Folk-Pop

An der Kunstakademie in Stockholm haben sich die späteren Shout Out Louds kennengelernt. Seit 2001 gibt es die fünfköpfige Band offiziell. Und wirklich viel Zeit haben sich die Shout Out Louds danach für die Welteroberung nicht gelassen. Mit ihrem hymnischen Indie-Folk-Pop zwischen Bright Eyes und The Cure eroberten sie nicht nur Skandinavien im Sturm, sondern wurden bei ihrer ersten Amerika-Tour sofort von einem Major-Label verpflichtet. Zwei Songs auf den erfolgreichen Soundtrack-CDs der US-Jugendserie "O.C. California" folgten. Die Serie gibt es heute nicht mehr - die Shout Out Louds dagegen sind gekommen, um zu bleiben.

"Works" heißt das dritte Album der Band, das im Februar 2010 erscheint und die Shout Out Louds selbst sehr stolz macht: "It's the best thing we have ever made. On our mothers grave", schreiben die Musiker auf ihrer MySpace-Seite. Doch auch wenn der Erfolg eines Tages wider Erwarten ausbleiben sollte, zumindest Bassist Ted muss sich um sein berufliche Zukunft keine ernsthaften Gedanken machen. Der hat nämlich schon einen schwedischen Grammy gewonnen – und zwar nicht als Musiker, sondern als Video-Regisseur des Peter Bjorn & John-Megahits "Young Folks". Aber bei lupenreinen Hits seiner eigenen Band wie der Single "Fall Hard" werden die Regie-Ambitionen des guten Ted wohl weiterhin nur ein profitabler Nebenjob bleiben.

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