Giant Sand steckt der Wüstensand Arizonas knöchelhoch im Stiefel. Howe Gelb, der Mann mit dem Bart und Mastermind der Band, gilt zurecht als einer der Gründerväter des US-amerikanischen Wüstensounds: einer recht archaischen Gitarrenmusik, die gerne auch ein paar Mariachi-Trompeten mit in der Satteltasche hat.
Ohne Howe Gelb hätte es das Americana-Movement so vermutlich überhaupt nie gegeben. Seit über zwanzig Jahren brennt dieser umtriebige, kreative Geist dem staubtrockenen amerikanischen Country-Songwriter-Sound sein Brandzeichen ein. Bands wie Calexico entstammen natürlich auch dieser Giant Sand-Ursuppe.
Giant Sand ist aber auch ein Wandler zwischen den Welten, Howe Gelb liebt es, Grenzen zu überschreiten: musikalisch wie geographisch.
Ob Americana, Country, Jazz, Psychedelia oder einfach nur Pop, anything goes. Das liegt vor allem am Bandprinzip: Giant Sand ist eine Art One-Man Band mit einem unerschöpflichen Pool an befreundeten Gastmusikern, die jederzeit gern bei der einen oder anderen Platte mitspielen.

