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Vorgestellt // Asio Kids Niederbayerisch-Amerikanische Freundschaft

Der Bayer In Brooklyn von on3 und sein Landshuter Jugendfreund Bibo haben es geschafft, ein Musikprojekt über den großen Teich hinweg zu realisieren, überwiegend feiner Instrumental-HipHop.

Bandfoto Asio Kids

Dieses Duo schlägt ein neues Kapitel der Deutsch-Amerikanischen Freundschaft auf: Matthias "Matt Rock" Röckl und Wolfgang "Bibo" Huther haben auf dem renommierten Hamburger Label Buback ihr erstes Album veröffentlicht – und sind damit auf Anhieb Labelkollegen von Jan Delay, Main Concept und den Goldenen Zitronen. Auf dem Debüt "Aero" gibt es drei wirklich eingängige Rap-Tracks – die meisten Stücke der beiden Allrounder sind aber herrlich perlender Instrumental-HipHop. Und wir können froh sein, dass die Platte überhaupt noch rauskommt - denn die Asios arbeiten inzwischen von zwei Kontinenten aus: Matthias Röckl als on3-Videokolumnist "Ein Bayer In Brookyln" lebt bekanntermaßen in New York, sein Kollege Wolfgang Huther, der unter anderem auch bei uns Produzent ist, hier in München.

Die Geschichte der Asio Kids beginnt in den 90ern in Landshut, als die beiden Skater Matthias und Wolfgang Gitarre in einer Band spielen und zum Teil mit Dreadlocks und mit Kajal geschminkt auftreten. Doch dann zieht es Matthias zum Grunge, Wolfgang zum HipHop. Die Wege der beiden Niederbayern trennen sich auch räumlich. Wolfgang geht nach Mittenwald und wird Zupfinstrumentemacher – sprich Gitarrenbauer. Und Matthias zum Zündfunk nach München und beginnt dort seine HipHop-Show. Wolfgang wird derweil Assistent beim Musikproduzenten der sogenannten "Weilheim-Bands", bei Mario Thaler. Er arbeitet auch als Livemischer von Console und Lali Puna, aber auch für Die Sterne aus Hamburg. Und als Matthias und Wolfgang sich wiedertreffen, können sie sich endlich auf eine Musikrichtung einigen: auf HipHop. Auf das Projekt Asio Kids.

Die Asio Kids haben sich zwar nach dem Asio-Treiber benannt, der dafür sorgen soll, dass die Software schneller aufeinander zugreifen kann. Sie selbst waren dagegen langsam, haben Jahre gebraucht, um ein Album einzuspielen. Sie sehen sich in der Tradition des 90er-Jahre-HipHop, der auf Samples beruht. Der neue BlingBling-Rap ist ihnen zu elektronisch, zu "chemisch". Schade nur, dass man ihren Sound wahrscheinlich nicht live erleben kann: Zwischen New York und München kann man zwar schnell Daten verschieben, aber eine transantlantische Tour der Asio Kids ist nicht geplant.

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