"Australien", hat der Autor dieser Zeilen wie aus der Pistole geschossen auf die Frage geantwortet, woher die Band Passion Pit kommt – und damit eine Wette verloren. Aber es hätte auch so schön gepasst. Ganz im Sinne der E-Stralia-Bands wie Empire Of The Sun und The Midnight Juggernauts bewegen sich auch Passion Pit (übrigens aus Massachusetts) zwischen extra-cheesy Glamdisco mit Soße, Progpop und elektronischer Tanzmusik hin und her.
Neben den Australiern fällt einem noch eine offensichtliche Referenz ein: MGMT. Allerdings in raffiniert und weniger für die Indiejungs und -mädchen mit den Hippie-Haarbändern gestrickt. Eher für die gemacht, die nicht erst seit 2008 elektronische Musik als "normal" akzeptieren und die sich auch von unpoppigerer Psychedelica nicht gleich erschrecken lassen.
2009 sind sie ganz weit vorne
Die Geschichte von Passion Pit ist noch recht kurz. Das Debütalbum "Manners" ist erst in diesem Jahr erschienen. Ihre Single "Sleepyhead" gehört eindeutig in die Kategorie "Was, das ist von denen?! Das kann ich ja auswendig mitsingen". Garantiert wird sie in den Toplisten 2009 ganz oben stehen. Und wenn Passion Pit sich ein bisschen anstrengen und jetzt nicht alles komplett versemmeln, könnte schon sie schon ihr nächstes Album endgültig in die oberen Chartsregionen spülen. Bis dahin wird noch etwas Überzeugungsarbeit geleistet. Und das geht am besten live. Alle, die die fünf Amerikaner schon auf der Bühne gesehen haben, sind ausnahmslos überzeugt.


