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Telephate, Elektronik Pop aus New York

Dank weirder Bands wie Gang Gang Dance und The Dirty Projectors geistert Ende der 00er Jahre der Begriff "Brooklyn-Avantgarde" durchs Netz - die wohl interessanteste Formation des New Yorker Stadtbezirks allerdings heißt Telepathe. Vor allem weil Melissa Livaudais und Busy Gagnes, die beiden Damen hinter Telepathe, ihren Sound so gerne tief legen.

Der "Mighty Subbass" ist eigentlich eine Erfindung der HipHop-Crews aus den amerikanischen Südstaaten und mittlerweile im britischen Dubstep zuhause. Er macht aus den eigentlich lieblich angelegten Songs von Telepathe merkwürdig flächige Tracks, über denen die Stimmen zu schweben scheinen. Am schönsten wird's immer dann, wenn sich der Klangnebel lichtet.

Mit dem Titel ihres Debütalbums "Dance Mother" führen uns Telepathe erstmal auf die falsche Spur, denn Clubmusik ist das nicht gerade. Dazu ist ihr Sound einfach zu komplex und sperrig. Das könnte auch an ihrem Produzenten Dave Sitek liegen, sonst Gitarrist bei TV On The Radio und laut NME derzeit "the most forward thinking person in pop".

Telepathe platzieren sich auf der dunklen Seite des Planeten Pop, wo auch Massive Attack und Shoegazer-Bands wie Ride und My Bloody Valentine zuhause sind. Auch wenn ihr Weg dorthin – Südstaaten-HipHop und Dave Sitek sei Dank – ein sehr spezieller war.

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