Als die alten Schulkumpels Ezra Buchula und Tim Byron 2002 in Los Angeles The Mae-Shi gründen, ist die Band vor allem eins: ein ziemlich konzept-und planloses Konstrukt. Eine ständig wechselnde Besetzung, die sich darauf verlegt, mit der Synthieszisersammlung Ezras (sein Vater baut die Dinger) möglichst viel Lärm zu erzeugen.
Screamo, Posthardcore, Indierock, Elektro: Das war die Grundlage ihres sperrigen Sounds. Geliebt vor allem von einer kleinen Gemeinde, die sich aus der "Do It Yourself"-Szene und Kunststudenten zusammensetzt.
Und dann kommen The Mae-Shi 2008 mit ihrem mittlerweile vierten Album "Hlllyh" um die Ecke: einer astreinen Pop-Platte. Eine mit vielen Unwägbarkeiten zwar, eine, die garantiert nicht die Herzen von Formatradio-Machern gewinnen wird und die immer noch genug Lärm und Wahnsinn beinhaltet, um nicht die alten Fans zu vergraulen. Aber eine Platte, die mehr Menschen erreicht, um den alten kleinen "Kunstprojekt"-Kosmos endgültig zu verlassen. Bestes Beispiel: Der Song "Run To Your Grave". Eingängig: ja. Langweilig: niemals.
