Vorgestellt // L'egojazz : Mehr als die Summe der Legosteine
Visuals, Tanzperformance und Elektrofunk: Die Musiker und Visualisten von L'egojazz aus dem Chiemgau bringen das alles zusammen.
Betrachtet man den Baukasten von L'egojazz, kann einem vor lauter Vielfalt schon ganz anders werden: Aufwändige, großflächige Visuals, eine ganze Armada von Sequencern und Keyboards, Gitarre, Bass, Schlagzeug, und zu all dem stellen sie auch noch einen Tänzer auf die Bühne.
So manch eine Band hat sich an so einem Setup gewaltig verhoben. Anders die Herren aus dem Chiemgau, deren Geschichte eine ganz besondere ist: Im Herbst 2005 standen Angela Aux, Franz Spencer und Zap Brennigan zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne, gespielt wurde anlässlich einer Geburtstagsfeier. Der spätere Tänzer E.W. lungerte da schon im Publikum rum. Der Veranstalter allerdings empfahl L'egojazz damals, noch mal in den Proberaum zurückzukehren. Und das hat sich gelohnt.
Frickel-Funk für Indiekids
Beim zweiten Konzert in der Traunsteiner Festung braucht die Band einen Namen. L'egojazz wird's und nach einem harten Winter im Proberaum fusioniert man 2006 mit den Visualisten von kon.txt, die bis heute für die optische Umsetzung des Gesamtwerks von L'egojazz zuständig sind. Mit Visuals und Tanz werden bei L'egojazz aber nicht irgendwelche musikalischen Unzulänglichkeiten kaschiert, der treibende Elektrofunk ist auch ohne optische Unterstützung hörenswert.
L'egojazz sind mit dem Aufbau eines Netzwerks von Musikern und Videokünstlern beschäftigt: Sie stehen unter anderem mit den Augsburger Elektroheads von Rhytm Police auf der Bühne, kollaborieren mit dem österreichische Frickel-Wunderkind Dorian Concept und haben beim Digital/Analog-Festival in München gespielt.
Ein kleiner Hinweis zum Abschluss: Eine der besten Multimedia-Visualbands der letzten zehn Jahre, die famosen Coldcut, machen gerade Pause. Und wer weiß, vielleicht können L'egojazz genau in diese Lücke stoßen.










