Vorgestellt // Stella Heiß : Die Eisprinzessin mit dem Besen
Ein Kindheitstraum wird wahr – Stella Heiß kämpft bei den Olympischen Spielen in Vancouver mit den deutschen Curling-Damen um Gold. on3 begleitet sie zu den Spielen und hat sie vorher getroffen – auf dem Eis und daneben.
Die deutschen Curlerinnen bei Olympia 2010
Schade! Das deutsche Curling-Team hat den Einzug ins Halbfinale verpasst. In der Endabrechnung belegen Stella und die Curling-Frauen den sechsten Platz.
Sie kennt sich aus mit Olympia, obwohl sie selbst noch gar nicht dabei war. Ihr Vater dafür schon, mehrmals sogar. Stella befragt ihn zu den Spielen, seit sie denken kann – auch wenn er nicht immer rausrückt mit seinen Geschichten. Ihr Vater, Peppi Heiß, hütete jahrelang das Tor für die deutschen Eishockey-Herren. Auch bei Olympischen Spielen.
Mit 15 betritt Stella in Garmisch-Partenkirchen die Eishalle des SC Riessersee und spielt ihre ersten Steine. Ihr Skip, also ihre Mannschaftsführerin Andrea Schöpp, ist ein großer Name im deutschen Curlingsport. Ob jemand Talent hat, erkennt Schöpp nach den ersten paar Steinen. So wie bei Stella.
Stella ist gut, deshalb fährt sie zu den Olympischen Spielen. So wie ihr Vater, dem sie immer nacheiferte. Sie erfüllt sich einen Kindheitsraum, und das, obwohl sie noch nicht einmal Auto fahren darf. Aber immerhin arbeitet sie daran, nimmt abends Fahrstunden, wenn sie aus der Schule kommt. Und aus dem Training. Stella fehlt die Zeit für Dinge, die Mädchen in ihrem Alter normalerweise machen.
Und doch merkt man ihr an, dass sie glücklich ist mit dem, was sie tut. Man kann es am Glanz ihrer Augen sehen, wenn sie das Wort "Olympiade" ausspricht. Sie meint damit die Spiele, obwohl eine Olympiade ja vier Jahre dauert, also die Zeit zwischen zwei Olympischen Spielen. Aber das macht nichts. Für sie zählt, dass sie dabei ist. Die große Tasche mit den Klamotten ist schon unterwegs nach Vancouver.
