Dieses Album ist ein Grower. "Conditions", das Debütalbum der australischen Band The Temper Trap, klingt beim ersten Durchlauf noch relativ unspektakulär: Scheinbar nur ein paar weitere der derzeit gängigen, mit Synthieflächen und dezenter Elektronik aufgehübschte Indierocksongs - mehr meint man da zunächst nicht zu hören. Doch damit tut man The Temper Trap unrecht. Die zehn Songs auf "Conditions" gewinnen bei mehrmaligem Hören nämlich zunehmend an Tiefe und Eigenständigkeit – und sind überraschend abwechslungsreich. Ehe man es sich versieht wird "Conditions" so zu einem festen Gast im CD-Player – The Temper Trap sind eindeutig gekommen, um zu bleiben.
Die bessere Hälfte garantiert den Erfolg

Bild: PR: The Temper Trap
The Temper Trap
2005 gründen sich The Temper Trap in Melbourne. Und seitdem geht es steil bergauf für die Band rund um den aus Indonesien stammenden Sänger Dougy Mandagi. Als prägend für die zukünftige Bandgeschichte erweist sich dabei die Frau des gefragten, britischen Produzenten Jim Abiss. Der produzierte schon so Kaliber wie die Arctic Monkeys, Massive Attack und Kasabian und hört offenbar gern auf seine bessere Hälfte: Als Frau Abiss nämlich das Demo zu "Soldier on" in die Hände fällt, wird Herr Abiss flugs zum Produzenten des Debütalbums von der The Temper Trap. Und der verleiht den Australiern einen atmosphärisch dichten und dynamischen Sound, über den sich majestätisch Dougy Mandagis leicht souliger Falsett-Gesang legt.
Im Fokus der Musikpresse
Als Basiscamp dient den vier Jungs von The Temper Trap dabei seit 2009 nicht mehr Melbourne, sondern London. Das stellt zwar wettermäßig sicher eine Verschlechterung dar, bringt The Temper Trap aber verstärkt in den Fokus der britischen Musikexpresse. Prompt nehmen die BBC und der New Musical Express die Band in ihre Liste für "the best rising music stars 2009" auf – neben so illustren Namen wie La Roux oder Lady Gaga übrigens. Derart gepusht entert sowohl das Debütalbum als auch die erste Single "Sweet Disposition" mühelos fordere Chartsplatzierungen. Die Band aus "down under" ist im Mutterland des Pop oben angekommen.
