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11.03.2010 Permalink Weiterempfehlen

Unterrichtsfach 3D-Film AlbertIMAX 3D-Kino am Albertinum

Am Gymnasium Albertinum in Coburg startet im neuen Schuljahr ein deutschlandweit einzigartiges Projekt: 13 Schüler produzieren dort ihren eigenen 3D-Film.

on3-Filmmonat 2010

Coburg könnte bald zur Schmiede von erfolgreichen 3D-Filmern à la James Cameron werden: Im neuen Schuljahr startet dort das Projekt "AlbertIMAX – 3D Kino am Albertinum" im Rahmen eines P-Seminars der Oberstufe. Bei 13 Schülern und Schülerinnen der 11. Klasse steht somit ab diesem Herbst die Doppelstunde "3D" auf dem Stundenplan.

Ein Jahr lang lernen die Schüler wöchentlich in einer Doppelstunde, wie ein 3D-Film entsteht. Von den Grundlagen des Filmens, über Drehbuchschreiben, Kameraführung und Schnitt bis zur Anleitung, wie man einen 3D-Projektor baut, wird den 13 teilnehmenden Schüler und Schülerinnen ein umfangreiches Wissen rund um das 3D-Filmen vermittelt. Natürlich besteht der Kurs nicht nur aus grauer Theorie, die Teilnehmer werden ihre eigenes Drehbuch ausarbeiten und immer wieder die Schulmauern verlassen und mit der Kamera drehen. Bis zum Ende des Schuljahres werden die Schüler und Schülerinnen ihren eigenen 3D-Kurzfilm gedreht und produziert haben.

Deutschlandweit einzigartiges Projekt

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Matthias Jäger, Leiter des Projekts

Ins Leben gerufen hat dieses bis jetzt deutschlandweit einzigartige Projekt Matthias Jäger (39), Mathe- und Physiklehrer am Albertinum. Er selbst ist seit 15 Jahren begeisterter 3D-Fotograf und Filmer. Nachdem in diesem Schuljahr immer mehr Schüler, angestachelt durch den 3D-Boom rund um den Blockbuster "Avatar", auf ihn zukamen, "doch so was auch mal selber machen zu wollen", hob er das Projekt an seiner Schule aus der Taufe. "Endlich auch mal Hobby und Beruf verbinden", lacht er.

Der Kurs teilt sich in zwei Hälften. In den ersten vier bis sechs Wochen wird Matthias Jäger den 16-18-jährigen Schülern und Schülerinnen die Grundlagen des Filmens vermitteln. "Der Einstieg erfolgt erst einmal mit Filmbeispielen und die Grundlagen des Filmen werden vermittelt", erklärt Herr Jäger. "Im Laufe des Kurses wird das ganze Wissen dann vertieft, die ersten Drehversuche gestartet und in der zweiten Hälfte des Schuljahres die Technik hinter einem 3D-Film vermittelt." Dazu gehört zum Beispiel, wie man die beiden Kameras, mit denen parallel gedreht wird, richtig synchronisiert, so dass am Schluss auch ein wirkliches 3D-Erlebnis auf der Leinwand entsteht.

Kreativität und Technik Know-How sind gefragt

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Der Blockbuster Avatar löste den 3D-Boom aus

Am Ende des Schuljahres wird die Gruppe auch soweit sein, dass sie ihren eigenen 3D-Filmprojektor, über den die Filme auf die Leinwand projiziert werden, bauen können. "Nicht nur Kreativität, sondern auch Interesse für die Technik dahinter sind also gefragt", sagt Matthias Jäger. Der große Abschluss am Ende des Schuljahres wird ein Filmabend sein, bei dem die Schüler ihre eigenen 3D-Kurzfilme der Öffentlichkeit präsentieren.

"Wie man sich vorstellen kann, ist das ganze Vorhaben natürlich nicht ganz billig", gibt Matthias Jäger zu. Finanziert wird das außergewöhnliche Projekt im Moment noch alleine durch das Albertinum. "Gedreht wird mit schuleigenem Equipment und mit privater Technik von mir." Man sei aber auf der Suche nach einem Sponsor, der dem Projekt noch finanziell unter die Arme greift.

Bleibt zu hoffen, dass "AlbertIMAX – 3D Kino am Albertinum" nicht an finanziellen Mitteln scheitert und sich weitere engagierte Lehrer in Bayern das tolle Projekt zum Vorbild nehmen.

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