Vorgestellt // Talking Pets : Pophoffnung aus München
Style plus Talent ist gleich begeisterte Masse: Die Talking Pets aus München haben mit ihrem Debütalbum schon Unzählige in ihren Bann gezogen. Für 2011 setzen sie noch einen drauf und machen nicht mal vor dem Fernsehgarten halt.
Gitarre, Bass, Drums, Gesang und ein dezent eingesetzter Synthesizer, das sind Talking Pets aus München. Sich selbst beschreiben sie so: Die einen Bandmitglieder haben Bärte, die anderen mögen schwedische Möbel oder warme Schuhe. Alle mögen Mädels. Das klingt in etwa so spannend wie: "Hey, hast du schon gehört: Die vier Kumpels von nebenan machen jetzt auch Musik!". Unterschätzen sollte man Franko, Chris, Jonas und Lenny deshalb aber auf keinen Fall. Die Jungs von nebenan haben nämlich Großes vor: Glitzern auf der großen Pop-Bühne. Und sie haben dafür auch die passenden Songs.
Dadadada, Uhuhuhuh und Ahahahah
Die Talking Pets sind ehrgeizig. Erst seit gut zwei Jahren machen die Münchner zusammen Musik und schon 2009 ist ein rundes, konsequentes Album ohne Ausrutscher da. Auf dem selbstbetitelten Debüt blitzt mal Death Cab For Cutie auf, mal scheint Travis durch und für einen kurzen Moment ist ein winziger Nirvana-Einfluss zu vernehmen.
Das in vielen Reviews zum Album zitierte "Smells Like Teen Spirit"-Riff ist wohl als Zitat mit Augenzwinkern gedacht. Alle Talking Pets haben eine musikalische Band-Vergangenheit von Punk bis Indie-Rock. Die neue Formation aber hat damit nichts mehr zu tun. Auf ihrem Debüt ist es Indie-Pop, mit starker Betonung auf Pop. Viel dadadada, uhuhuhuh und ahahahah zum Mitsingen. Eingängige Melodien sind alles. Viel Refrain, viel Glanz, wenig Strophe, wenig Schnörkel. Die Talking Pets wollen ins Radio und zwar auf Heavy Rotation. Herzlich Willkommen.
Alles unter einen Hut
Für 2011 haben sich die vier einiges vorgenommen: In einem Interview hat Lenny den ZDF-Fernsehgarten als ein Highlight ihrer Karriere mit einem herzlichen Lachen versehen. Viel wichtiger ist da schon die Arbeit am neuen Album, das im Sommer in den digitalen und analogen Läden steht - und das alles noch trotz laufendem Studium. "Too Many Girls" ist das erste Demo, das auf der Band-Homepage zum Free Download angeboten wird: Ein sehr inniger Moment, an dem uns die sonst so energetischen Talking Pets da Teil haben lassen. Ein bisschen folkiger kommen sie bei diesem Song daher, aber das ganze Album wird ein bisschen was von allem haben. Und: Das ist nicht die einzige Neuerung, hat uns Bassist Chris verraten. Vor allem im Vorfeld zu den Aufnahmen wurden die neuen Stücke schon auf ihre Live-Tauglichkeit getestet und zig mal im Proberaum verfeinert. Wir sind gespannt und freuen uns!
