Fotomagazin "Der Greif" : Fotografie wieder GREIFbar machen
Vom Ammersee in die weite Welt: Das Fotomagazin "Der Greif" will Bilder vor dem digitalen Overkill retten und druckt sie großzügig auf Zeitungspapier. Das Besondere: Jeder kann mitmachen.
Die Geschichte des "Greif" beginnt vor drei Jahren am Ammersee eher aus einer Laune heraus. Die drei Freunde Simon Karlstetter, Matthias Lohscheid und Florian Kreier wollen für ihre besten Fotos ausnahmsweise keine Flickr-Seite einrichten, sondern ein Magazin gestalten. Schnell treffen sie einen Nerv in der Fotoszene. Schon bei der zweiten Ausgabe sind Künstler aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt.
Das Besondere am "Greif": Jeder kann mitmachen. Egal ob Profi oder Amateur, die "Greif"-Macher sind offen für neue Bild- und Textwelten und wählen die besten Einsendungen aus. Die Macher wollen digitale Fotografie wieder analog machen, also gute Fotos auf Papier bannen, bevor sie in den Tiefen des Computers versauern. Deshalb haben sich die Macher bewusst für grobes Papier und ein großes Format entschieden. Und sie meinen es wirklich ernst: Ihrem Magazin haben sie sogar ein Manifest vorangestellt.
Fotografie ist zwar die Hauptsache, aber noch lange nicht alles im "Greif". Auch die Gedichte, die kurzen Texte und die interessante Gestaltung haben dafür gesorgt, dass es mittlerweile eine große "Greif"-Fanbase gibt. Und die wird in nächster Zeit wahrscheinlich noch größer werden, denn Ende August wurde der "Greif" mit dem Red dot Award ausgezeichnet, einem der renommiertesten Preise in der Design-Szene.
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