Internetphänomen Crowdsourcing : Lass die anderen dein Leben leben!
Brian crowdsourced auf datingbrian.com sein Leben. Das heißt, er lässt sich Dates planen, passende Locations suchen und Tipps für einen Haarschnitt geben. on3-Reporterin Katharina Kestler hat es selbst versucht: Ob's funktioniert?
Auf datingbrian.com crowdsourced Neu-New Yorker Brian sein Liebesleben. Das heißt: Er lässt sich Dates übers Netz organisieren, die passenden Locations suchen und Tipps für den richtigen Haarschnitt geben.
Crowdsourcing ist ein Kind des Internetzeitalters – es bedeutet: Die Intelligenz, Arbeitskraft und Kontakte der Masse im Netz nutzen, um Aufgaben auszulagern.
Geprägt wurde der Begriff 2006 von Jeff Howe und Mark Robinson vom Wired Magazine, einem amerikanischen Technologie-Magazin. Obwohl Crowdsourcing noch so jung ist, gibt es schon eine sozialwissenschaftliche Definition dafür. Die stammt von Christian Papsdorf, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Technischen Universität Chemnitz:
Definition "Crowdsourcing"
Crowdsourcing ist die Strategie des Auslagerns einer üblicherweise von Erwerbstätigen entgeltlich erbrachten Leistung durch eine Organisation oder Privatperson mittels eines offenen Aufrufes an eine Masse von unbekannten Akteuren, bei dem der Crowdsourcer und / oder die Crowdsourcees frei verwertbare und direkte wirtschaftliche Vorteile erlangen.
