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Spielwiese on3-radio Auf in die dritte Dimension

Ist dein Leben schon 3D? Deine Home-Entertainment Batterie schon in der neuen Dimension? Wenn nicht: auch egal. Noch reckt sich uns kaum etwas bedrohlich aus dem Fernseher entgegen. Aber wieviel D hat unsere Zukunft?

Spielwiese Folge 8 - 3D Filme

Seit dem Welterfolg von "Avatar" scheint klar: 3D ist die Zukunft des Kinos. Ach, wirklich? Zwar kommen fast täglich neue Fernsehgeräte auf den Markt, die 3D-tauglich sind, auf den Games-Messen überschlagen sich die Neuankündigungen für die dritte Dimension, und sogar YouTube hat schon seit 2009 dreidimensionale Clips im Programm. Aber in Wahrheit ist zur Zeit noch wenig los im dritten D – es gibt bisher erst wenige Inhalte für die neue Technik. Und auch bei der kann man sich noch nicht sicher sein, denn schon wieder streiten Hersteller darum, welches Format das richtigste von allen ist. In der aktuellen Spielwiese on3-radio blicken wir deshalb in die Tiefe der Mattscheibe und sagen euch: Worauf müsst ihr beim Weg nach 3D achten? Wann wird 3D so selbstverständlich sein wie das Farbfernsehen?

Bis es soweit ist, könnte es tatsächlich noch dauern. Der Hype um 3D ist in Wahrheit nichts Neues. Schon in den 1950er Jahren haben Regisseure wie Alfred Hitchcock 3D-Kino gemacht, aber durchgesetzt hat sich die Technik damals nicht. In den 80ern ist die Dreidimensionalisierung des Kinos ein weiteres Mal gescheitert. Kurz gesagt: Die Geschichte der 3D-Technik steckt voller Enthusiasmus und voller Missverständnisse.

Wie funktioniert das eigentlich mit dem 3D? Brille, Stereoskopie… unser Video erklärt euch, was hinter der optischen Illusion dreidimensionaler Bilder steckt.

Jan-Keno Janssen ist Redakteur der c't, der Fachzeitschrift für Computer und Technik. Sein derzeitiges Lieblingsspielzeug ist 3D-Unterhaltungselektronik aller Art. Er spürt: Die dritte Dimension ist die Zukunft. Er weiß aber auch, woran die Technik noch scheitern kann.

Als Special-Effects-Veteran hat der Münchner Stereoskop und Effekt-Supervisor Gerd Gügel einiges an Erfahrung gesammelt. Im Moment arbeitet er an 3D-Technologien für Freizeit- und Themenparks. Für ihn ist klar: Nur wenn in der dritten Dimension wirklich gute Geschichten erzählt werden, wird sich auch die Technik durchsetzen. Von den wirklich guten Storys, sagt er, sind wir aber noch ein gutes Stück entfernt.

In den Bavaria Filmstudios gibt es seit 2007 das Motion-Ride-Spektakel "Lissi und die wilde Kaiserfahrt". Regisseur Michael Bully Herbig hat die fünf Minuten lange Kino-Achterbahnfahrt für den Filmfreizeitpark entwickelt. Die Bilder sind dreidimensional und zum Greifen nah, dazu kommt noch einiges an Hydraulik, Kunstnebel und Wasserwerfern dazu. Hier eine Testfahrt in... hüstel: 4D!