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Die Frage on3-radio Darf ich noch Skifahren?

Von Sebastian Nachbar

Kein weißer Hang ohne Schneekanone, keine Abfahrt ohne Abholzung. Unser Skispaß hat Folgen - besonders in Zeiten des Klimawandels. Aber ohne Wintertourismus sterben Bergdörfer aus. Unsere Gewissensfrage im Februar.

Die Erderwärmung trifft die bayerischen Skigebiete hart. Der Schnee wird in den nächsten Jahrzehnten seltener, der Aufwand für ordentlich präparierte Skipisten steigt ständig. Grundwasser den Berg hinauf pumpen, mit Schneekanonen in die Wildnis blasen und mit tonnenschweren Pistenraupen auf den Hängen verteilen. Und das jede Nacht. Können wir diesen Wintersport noch mit unserem Umweltgewissen vereinbaren? Auf der anderen Seite: Wovon sollen die Leute in Wintersportorten leben, wenn keiner mehr Skifahren geht?

Den ganzen Februar frage ich mich: Ist man als Pisten- auch automatisch eine Umwelt-Sau? Und was sind die Alternativen? Hier könnt ihr alle Interviews und Reportagen in voller Länge nachhören.

Station 1: Auf den Spuren des Klimawandels

Noch 30 bis 40 Jahre - dann ist Schluss mit Skitourismus in Bayern, meint Geograph Robert Steiger. Unterwegs im Skigebiet Brauneck zeigt sich: Schon heute läuft ohne Schneekanone nichts. Der Forscher sagt voraus, bei steigenden Preisen für Energie, Wasser und immer kürzerer Saison wird der Skisport teurer und exklusiver werden.

Audio abspielen Interview mit Geograph Robert Steiger - "Skifahren wird das neue Golfen" | Bild: BR Interview mit Geograph Robert Steiger "Skifahren wird das neue Golfen"

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Station 2: Unterwegs mit dem Pisten-Panzer

490 Pferdestärken, 12 Tonnen Gewicht, 250 Liter Diesel-Verbrauch pro Nacht. Zusammen mit Schneekanonen sind moderne Pistenraupen die Wunderwaffen im Kampf gegen Schneemangel. Besonders in Österreich arbeiten die Skigebiete hart, um ihre immer anspruchsvolleren Wintertouristen zufrieden zu stellen. Unterwegs mit Profi-Präparierer Florian Huber in Vorarlberg.

Audio abspielen Unterwegs mit Pistenpräparierer Florian Huber - Hightech-Panzer für die Piste | Bild: BR Unterwegs mit Pistenpräparierer Florian Huber Hightech-Panzer für die Piste

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Station 3: Dem Skizirkus völlig ausgeliefert

Skifahren hat den Ort Warth im österreichischen Vorarlberg reich gemacht - aber auch abhängig von Touristen. Damit die glücklich bleiben, präpariert Florian Huber dort jede Nacht die Pisten. Er findet, das ist seine einzige Chance. Seine Familie hat zwar noch ein paar Kühe auf der Alm – aber von denen allein kann er nicht leben.

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Station 4: Deutschlands erstes Freeride-Skigebiet

Der Gegenentwurf zum Ski-Zirkus in Österreich ist die Dammkar-Abfahrt im Karwendel-Gebiet. Après-Bars, Schneekanonen und Schlangen am Lift – all das sucht man dort vergebens. Der ganze Aufwand hat sich für die Betreiber nicht mehr gerechnet. Seitdem setzt das Skigebiet auf Naturnähe und Freerider. Ein Modell für die Zukunft?

Deutschlands erstes Freeride-Skigebiet   - "Das ist Natur pur" | Bild: BR

Schneekanonen, Après-Bars und Schlangen am Lift – all das sucht man am Karwendel vergebens. Der Aufwand rechnet sich dort nicht mehr. Seitdem setzt das Skigebiet auf Naturnähe und Freerider. Ein Modell für die Zukunft?

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Station 5: Protestaktion von Mountain Wilderness

Andere Orte in Bayern kämpfen weiter mit Kunstschnee gegen den Klimawandel. In Brauneck ist Bayerns größter Speichersee in einem Skigebiet geplant. Der soll immer genug Futter für die Schneekanonen bereit halten. Nicht mit uns, sagt Mountain Wilderness. Mit einem Menschenkreis protestieren die Naturschützer gegen den künstlichen See. Und sie versuchen, auch die Skifahrer zu überzeugen.

Audio abspielen Protestaktion von Mountain Wilderness - Gegen ein Dreckloch aus Beton | Bild: BR Protestaktion von Mountain Wilderness Gegen ein Dreckloch aus Beton

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